unsere fahrzeuge - der Chamonix 550
Rückblick: Geschichte des originalen Porsche Spyder 550©

Anfang 1950 schraubten in Frankfurt am Main ein paar Monteure an einem offenen Sportwagen. Das nur 450 kg schwere Fahrzeug war mit einem Hanomag Triebwerk ausgestattet und wurde vom VW / Porsche-Händler Walter Glöckler eingesetzt. Dieses Fahrzeug, welches anfänglich als VW-Eigenbau in den Listen auftauchte, mauserte sich zum Ur-Ahn des legendären Porsche 550 Spyder© und wurde anschließend mit Hilfe des Fachwissens von Walter Glöckler beginnend im Jahr 1953 vom Automobilhersteller Porsche gebaut. Der Wagen bestand aus einem Aluminiumchassis, das auf einem Rohrrahmen gebaut wurde. Das Triebwerk war ursprünglich ein 1,5 Liter Stossstangenmotor mit 4-Zylindern in Boxer-Bauweise.

Bild: Chamonix 550 von gehrke classic cars

Bild: Chamonix 550 von gehrke classic cars
Ab der Saison 1954 waren die Fahrzeuge mit dem bis zu 135 PS starken Königswellen-Boxer des Motorenpapstes Dr. Ernst Fuhrmann ausgestattet. Legenden wie Hans Herrmann, Herbert Linge, Huschke von Hanstein und Graf Berghe von Trips pilotierten den Porsche Spyder 550© in diversen Renneinsätzen und fuhren etliche Rennerfolge in den 60er Jahren ein: 24h von Le Mans, Mille Miglia, Daytona oder das 1000-Km Rennen auf dem Nürburgring .

Traurige Berühmtheit und auch den Status der Legende erlangte der Wagen durch den Tod des Schauspielers James Dean, der auf dem Weg zu seinem ersten Rennen in Salinas (Kalifornien) 1955 tödlich verunglückte. Sein Mechaniker und Beifahrer, Rolf Wütherich, verletzte sich den Kiefer sowie die Beine.

Insgesamt wurden ca. 90 Fahrzeuge gebaut. Von diesen dürften noch etwa 40 Exemplare, sündhaft teuer und kaum auf dem freien Markt präsent, existieren.

heute: Replica / Nachbauten

Mittlerweile gibt es diverse Hersteller, die Nachbauten des Porsche Spyder 550© anbieten. Die Fahrzeuge werden teilweise auf VW Käfer oder Skoda Basis hergestellt.

Fast alle Enthusiasten, die sich den Traum eines Porsche Spyder 550© verwirklichen möchten, kommen aber über kurz oder lang zu Chamonix do Brazil, da es sich um eines der authentischsten Fahrzeuge handelt.

Überzeugen Sie sich von der hohen Qualität der Karosserien, die seit 1986 in Handarbeit in Kombination mit modernster Fertigungstechnologie (Vakuum-verfahren, „Backen“ der GFK-Karossen) in Brasilien gefertigt werden.




Bild: Chamonix 550 von gehrke classic cars

Bild: Chamonix 550 von gehrke classic cars

Der 3“ Rohrrahmen trägt die fertige Karosserie und nimmt VW Typ1 oder Porsche Typ4 Motoren von „Mild bis Wild“ in Mittelmotorbauweise sowie deren Getriebe auf. Durch die Verwendung von Komponenten aus den Regalen von VW oder Porsche ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen gegeben.

Über eines sollte man sich jedoch im Klaren sein:
der Porsche Spyder 550© wurde für Rennen gebaut, ebenso wie seine Nachfahren oder auch entfernte Verwandte!

Details wie: Heizung, Klimaanlage, Schminkspiegel, Servolenkung, Navigationssystem, elektrische Sitze, gar ein Radio?! oder auch diverse Helferlein (ABS, ESP, etc.) führen nur zu einem schlechten Leistungsgewicht, fressen Leistung und sind in einer puristischen Fahrmaschine wie dieser vollkommen überflüssig.

Auch wenn Sie „nur“ einen Nachbau dieser Legende pilotieren wollen oder werden, die Fahreigenschaften weichen nicht weit von denen ab, die Hans Herrmann oder Graf Berghe von Trips auf den Rennstrecken der 50er erleben durften und sollten nicht durch modernen Schnick-Schnack verfälscht werden. Dafür gibt es Erst- oder Zweitwagen, die diesen Luxus auch entsprechend verpackt anbieten.